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Rezension

Veröffentlicht 7. September 2026 Oya Canli ★ 4/5 Evolution London, London

Grease: The Immersive Movie Musical — mitten in der Welt der Rydell High

Oya Canli taucht im Londoner Evolution London in die Welt von Grease ein. Ein nostalgisches Erlebnis voller Musik und Fans, das sie begeistert hat — auch wenn sie selbst weiterhin die klassische Bühnenversion bevorzugt.

Ein Retro-Auto bei Grease: The Immersive Movie Musical im Evolution London.
Foto: Oya Canli

Grease hat einen ganz besonderen Platz in meinem Herzen. Es war das erste Musical, das ich je gesehen habe, und ich habe mich sofort darin verliebt. Seit Jahren bin ich außerdem ein großer Fan des Films. Als ich also von Grease: The Immersive Movie Musical in London hörte, wusste ich sofort: Das muss ich erleben.

Ich kam ins Evolution London im Battersea Park und erwartete, Grease auf eine völlig neue Art zu sehen. Als Erstes beeindruckte mich, wie sehr sich der gesamte Veranstaltungsort verwandelt hatte. Einen so großen Raum in die Welt der Rydell High zu verwandeln, war eine großartige Idee. Es fühlte sich weniger so an, als würde man zu einer Show kommen, sondern vielmehr so, als würde man direkt in das Grease-Universum eintreten.

Die verschiedenen Bereiche, die Kostüme, die Musik und die Performer verstärkten dieses Gefühl noch. Am meisten begeistert hat mich aber das Publikum selbst.

Ich sah Menschen älterer Generationen als Pink Ladies verkleidet, Menschen in von Sandy inspirierten Outfits und T-Birds-Jacken und Fans jeden Alters, die vollkommen in die Welt von Grease eintauchten. Das fand ich unglaublich schön. Einige von ihnen lieben diesen Film wahrscheinlich schon seit Jahrzehnten und hatten trotzdem genauso viel Freude daran, sich zu verkleiden und den Abend zu genießen wie die jüngeren Fans. Für mich machte genau das dieses Erlebnis noch besonderer.

Sehr gefallen hat mir auch die Verbindung des Originalfilms mit den Live-Performern. Man sieht die vertrauten Szenen auf der Leinwand, während um einen herum gleichzeitig Schauspieler auftreten. Dadurch entstehen einige wirklich großartige Momente. Ich kenne die Songs und Szenen längst auswendig, und sie direkt um mich herum zum Leben erwachen zu sehen, hat mir unglaublich viel Spaß gemacht.

Gleichzeitig wurde mir durch dieses Erlebnis aber auch etwas klar: Ich mag Grease nach wie vor lieber als klassisches Bühnenmusical.

Weil ich diese Geschichte so sehr liebe, gab es Momente, in denen ich mich am liebsten ganz auf die Live-Performer konzentriert hätte. Bei einer immersiven Produktion passiert bewusst sehr viel gleichzeitig um einen herum, während der Originalfilm weiterhin ein wichtiger Bestandteil des Erlebnisses bleibt. Manchmal ertappte ich mich deshalb bei dem Wunsch, mich einfach hinzusetzen und die gesamte Geschichte in einer klassischen Bühneninszenierung zu sehen.

Wenn mich also jemand vor die Wahl zwischen Grease: The Immersive Movie Musical und einer traditionellen Inszenierung von Grease stellen würde, würde ich persönlich das klassische Musical wählen.

Trotzdem bin ich sehr froh, dass ich dieses Erlebnis hatte.

Für alle, die den Film Grease bereits lieben, bietet die immersive Version etwas wirklich Besonderes. Man kann durch die Rydell High laufen, Figuren begegnen, die man seit Jahren kennt, die Songs hören, mit denen man aufgewachsen ist, und selbst Teil dieser Welt werden, anstatt sie nur vom eigenen Sitzplatz aus zu beobachten.

Am schönsten war für mich zu sehen, wie viel Grease den Menschen noch immer bedeutet. Als ich mich umsah und Pink Ladies und Sandys aus verschiedenen Generationen entdeckte, musste ich einfach lächeln. Ich hatte das Gefühl, von Menschen umgeben zu sein, die aus demselben Grund gekommen waren wie ich: weil sie Grease einfach lieben.

Auch Grease selbst hat eine bemerkenswerte Geschichte. Jim Jacobs und Warren Casey entwickelten das ursprüngliche Bühnenmusical 1971 in Chicago. Der Film von 1978 machte die Geschichte anschließend zu einem weltweiten Phänomen. Interessanterweise wurden zwei der Songs, die heute wohl fast jeder mit Grease verbindet — „You’re the One That I Want“ und „Hopelessly Devoted to You“ — eigens für den Film geschrieben und waren im ursprünglichen Bühnenmusical noch nicht enthalten.

Der Film entstand mit einem Budget von rund sechs Millionen US-Dollar und entwickelte sich anschließend zu einem der erfolgreichsten Musicalfilme seiner Zeit.

Meine Bewertung: ★★★★☆

Ich würde Grease: The Immersive Movie Musical jedem empfehlen, der den Film liebt und für einen Abend wirklich in seine Welt eintauchen möchte.

Man sollte sich darauf einstellen, sich durch den Raum zu bewegen, verschiedene Bereiche zu entdecken und selbst Teil des Erlebnisses zu werden. Eine klassische Theateraufführung sollte man nicht erwarten. Und bequeme Schuhe sind definitiv eine gute Idee.

Grease: The Immersive Movie Musical läuft noch bis zum 13. September 2026 im Evolution London im Battersea Park.

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